Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur e.V.

Jahrestagung 2016 in Hamburg

Termin: 26. bis 28. August 2016
Veranstaltungsort: Museum der Arbeit in Hamburg
Tagungsprogramm
Anfahrtsbeschreibungen
Anmeldung
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Tagungen.

Authentizität und industriekulturelles Erbe – Identitäten, Grenzen, Objekte und Räume

Termin: 27.04.2017 – 29.04.2017
Veranstaltungsort: TU Bergakademie Freiberg in Sachsen
Deadline: 28.08.2016
Call for Paper
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Tagungen.

Bewerbungsfrist - Nachwuchsförderpreis 2016

Die Bewerbungsfrist für den Nachwuchsförderpreis 2016 ist abgelaufen.
Es wurden xx Beiträge eingereicht.

Alle weiteren Informationen zum Nachwuchsförderpreis finden Sie hier.

Technikgeschichte als Vorbild moderner Technik

In dieser Schriftenreihe werden wichtige Themenbereiche der Naturwissenschafts- und Technikgeschichte wissenschaftlich fundiert und allgemeinverständlich dargestellt.

Eine Übersicht der bisher erschienenen Hefte finden Sie unter Publikationen und/oder im Bestellformular.

Georgius Agricola (1494–1555)  Georgius Agricola (1494–1555)

Vereinsziel: Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik

“Obwohl Naturwissenschaft und Technik seit zwei Jahrhunderten in hohem Maße lebensbestimmend geworden sind, haben sie sich bisher weit weniger als andere Wissenschaften mit ihrer geschichtlichen Entwicklung und ihrer Bedeutung für die Gesamtentwicklung der Menschheit befaßt.
Technikgeschichte und Geschichte der Naturwissenschaften müssen entsprechend ihrer Bedeutung für eine systematisch aufbauende Lehre und für die allgemeine Kulturgeschichte nicht nur in Forschung und Lehre der Natur- und Technikwissenschaften, sondern auch der allgemeinen Geschichte, sowie der Wirtschafts- und Sozialgeschichte behandelt werden.”

Diese Empfehlungen des Wissenschaftsrates haben 1972 die Georg-Agricola-Gesellschaft und der Deutsche Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine zum Ausgangspunkt einer gemeinsamen Entschließung über die Verstärkung von Forschung und Lehre in der Geschichte der Technik und der Naturwissenschaften genommen.

Inzwischen ist das Fach Technikgeschichte an zahlreichen Universitäten und Hochschulen vertreten, eine Reihe von Museen zur Geschichte der Technik und der Industrie sind seitdem gegründet worden.

Verwendung der Mitgliedsbeiträge:

Die finanziellen Beihilfen dienen u.a.:

  • der Ausstattung von Hochschulinstituten (Bibliotheksausstattung, Personalmittel, Lehraufträge)
  • der Nachwuchsförderung: Finanzielle Unterstützung bei der Abfassung von Examensarbeiten und Dissertationen
  • der Postgraduierten-Förderung (Organisation von Assistenten- und Dozentenkolloquien zur Förderung der interdisziplinären Kommunikation)
  • als Druckkostenzuschüsse (für Forschungsergebnisse und wichtige Quelleneditionen)
  • als Nachwuchspreis (früher Wilhelm-Dettmering-Preis, vergeben seit 1987 für Nachwuchsarbeiten auf dem Gebiet der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik)
  • zur Herausgabe der Enzyklopädie “Technik und Kultur” (Das 11-bändige Handbuch behandelt die Technik als Kulturfaktor in Geschichte und Gegenwart.)

Geschichte: Vom "Vater der Mineralogie" zum heutigen Förderverein

Georgius Agricola (1494–1555) war ein sächsischer Humanist von europäischem Rang. 

Der „Vater der Mineralogie“ verband interdisziplinäres Wissen mit realistischer Naturbetrachtung auf historischer Grundlage. Der Arzt und langjährige Bürgermeister von Chemnitz bereicherte entscheidend das Geistesleben der Renaissance und gilt auch als „Vater der Montanwissenschaften“.

1556  In Basel erscheint sein Hauptwerk „De re metallica libri XII“ in lateinischer Sprache, das erste Handbuch der Technik.

1926  In München gründen Oskar von Miller, Schöpfer des Deutschen Museums, und Conrad Matschoß, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure und Nestor der deutschen Technikgeschichtsschreibung, die Georg-Agricola-Gesellschaft beim Deutschen Museum. Erstes Ziel der Gesellschaft ist die Herausgabe der ersten modernen deutschen Ausgabe von Agricolas Hauptwerk.

1928  In Berlin erscheinen die “Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen”, wissenschaftlich betreut von der Bergakademie Freiberg und mit großzügiger Unterstützung durch die deutsche Industrie. Danach fördert die Gesellschaft u.a. die Erhaltung von Denkmälern der Technik. Eine geplante Stiftung, um “auch weiterhin das Ansehen der Technik zu fördern”, kommt aufgrund der politischen Verhältnisse jedoch nicht zustande.

1960  In Düsseldorf konstituiert sich beim Verein Deutscher Ingenieure - unter maßgeblicher Beteiligung des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine e.V. und der Montanindustrie - die „Georg-Agricola-Gesellschaft zur Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik e.V.“: Die Georg-Agricola-Gesellschaft ist damit eine der ältesten Einrichtungen der Forschungsförderung in Deutschland.

2001  75 Jahre Georg-Agricola-Gesellschaft

2007  Die Gesellschaft verlegt ihren Geschäftssitz nach Freiberg.

2010  Auf der Jahresversammlung wird im Rahmen einer Satzungsänderung beschlossen, die Förderung der Industriekultur in den Vereinszweck aufzunehmen.

2016  Änderung der  Georg-Agricola-Gesellschaft zur Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik e.V. in Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgechichte und Industriekultur e.V.